Iberia Lufthansa scheint aus dem Rennen

Nach British Airways hat auch Europas größte Fluggesellschaft Air France KLM Interesse an dem spanischen Wettbewerber Iberia signalisiert. Die Deutsche Lufthansa ist auch nicht abgeneigt, betonte aber, Iberia sei "derzeit zu teuer".

Frankfurt am Main - Air France KLM wolle eine "aktive Rolle" bei der derzeitigen Konsolidierungswelle in der Luftfahrtbranche übernehmen, teilte das Unternehmen mit. "In Europa ist Spanien einer der größten Märkte und Iberia ein wichtiger Player im Lufttransport."

Auch die Deutsche Lufthansa  hatte grundsätzliches Interesse an Iberia bekundet, eine Übernahme aber mit Verweis auf den hohen Preis abgelehnt. Der Aktienkurs von Iberia  hat sich seit Aufkommen der Übernahmegerüchte im vergangenen November beinahe verdoppelt.

Angebot von BA im Wert von 3,4 Milliarden Euro

Die spanische Zeitung "El Economista" berichtete, Air France-KLM  könnte sich für die Übernahme mit dem Finanzinvestor Apax zu einem Konsortium verbünden, das bereit sei, 3,8 Milliarden Euro für Iberia auf den Tisch zu legen. Die Spanier stehen seit längerem im Zentrum von Übernahmespekulationen.

British Airways  hat zusammen mit dem US-Finanzinvestor Texas Pacific Group bereits ein vorläufiges Angebot über 3,60 Euro je Aktie für Iberia gelegt, das den Konzern mit rund 3,4 Milliarden Euro bewertet. Mit einem Anteil von zehn Prozent ist British Airways bereits Großaktionär bei Iberia.

Iberia-Kurs verdoppelt

Die Deutsche Lufthansa hatte stets betont, an der Fluggesellschaft interessiert zu sein. Ein Kauf des Konkurrenten sei derzeit jedoch zu teuer. Die Übernahmespekulationen hätten den Aktienkurs in die Höhe getrieben. "Unsere Einschätzung ist unverändert", bekräftigte ein Sprecher der größten deutschen Airline.

Generell sieht Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber den Konzern jedoch in der Lage eine Übernahme "in der Größenordnung der Iberia" zu stemmen. Die Fluggesellschaft hatte sich in den vergangenen Jahren bereits an British Midland beteiligt und die Swiss übernommen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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