VW Teilewerke sind wieder profitabel

Der Volkswagen-Konzern hat wieder Freude an seinen neun Komponentenwerken. Einem Zeitungsbericht zufolge schreiben die Werke alle wieder schwarze Zahlen. Zeitweise hatte VW überlegt, sich von einzelnen Standorten zu trennen.

Wolfsburg - Die lange Zeit defizitären Komponentenwerke des Volkswagen-Konzerns (VW)  mit europaweit 30.000 Arbeitsplätzen machen wieder Gewinn. Das sagte VW-Markenvorstand Werner Neubauer der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" (Samstag). "Insgesamt sind die Komponenten heute alle im grünen Bereich. Wir machen die erforderlichen Gewinne."

Noch vor einem Jahr steckte ein Großteil der neun Komponentenwerke in tiefroten Zahlen. Bei Volkswagen war überlegt worden, einzelne Werke wegen der Defizite zu verkaufen.

Neubauer sagte dem Blatt, dass die Teilewerke vielmehr dazu beitragen könne, dass VW "mit Produkten mit Alleinstellungsmerkmal wie den TDI-Motoren oder dem Direktschaltgetriebe ihren Wettbewerbsvorteil sichern" und so Arbeitsplätze im Unternehmen erhalten könne. "In Einzelbereichen sehe ich sogar Wachstumspotenzial bei der Beschäftigung." Neubauer nannte ausdrücklich die Bereiche Industriemotoren für Boote und für Gabelstapler. Neubauer: "Diese Geschäftsfelder werden wir weiter stärken."

Bei der Marke VW gibt es neun Komponentenwerke. Neben den Werken Braunschweig, Salzgitter, Kassel, Chemnitz, Polkowice und Martin (Slowakei) sind dies der Sitzehersteller Sitech sowie die Produkteinheiten Trim und Fahrwerk am Standort Wolfsburg. Zu den Geschäftsfelder der Komponente gehören Motoren, Getriebe, Fahrwerkkomponenten, Kunststoff/Sitze/Module, Gießen, Abgasanlagen und Wärmetauscher.

manager-magazin.de mit Material von dpa