Volkswagen Verkaufserfolg

Für Volkswagen herrscht Flaute zuhause und Boom im Rest der Welt: Der größte Autokonzern Europas hat im ersten Halbjahr 2007 einen Absatzrekord erzielt. Erstmals wurden mehr als drei Millionen Fahrzeuge verkauft. Nur in Deutschland liefen die Geschäfte nicht so rund.

Wolfsburg - Hohe Zuwächse in Osteuropa, China und Südamerika haben Volkswagen  zu einem Rekordabsatz im ersten Halbjahr verholfen. Dadurch konnte Europas größter Autobauer einen Rückgang um fast 4 Prozent auf dem wichtigen Heimatmarkt Deutschland wettmachen.

Insgesamt lieferte der Konzern aus Wolfsburg seit Jahresbeginn weltweit 3,1 Millionen Pkw der Marken VW, Audi, Skoda, Seat, Bentley, Lamborghini, Bugatti sowie VW-Nutzfahrzeuge an die Kundschaft aus, so viel wie nie zuvor in einem ersten Halbjahr. Das entsprach einem Zuwachs um knapp 8 Prozent binnen Jahresfrist. Damit liegt Volkswagen auf Kurs für das von Vorstandschef Martin Winterkorn ausgerufene Absatzziel von 6 Millionen Fahrzeuge zum Jahresende.

In Europa kletterten die Auslieferungen um 3,7 Prozent, wobei der Zuwachs vor allem aus Osteuropa stammt. Dort kletterte die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 22,8 Prozent, während der Anstieg in Westeuropa wegen des Rückgangs in Deutschland mit 1,3 Prozent mager ausfiel.

Gute Geschäfte machten die Wolfsburger in der Region Asien/Pazifik, wo der Konzern 21 Prozent mehr absetzte. Allein in China, dem wichtigsten Auslandsmarkt von Volkswagen, kletterte der Absatz um ein Viertel.

Den höchsten Anstieg registrierte der Konzern in Südamerika. Dort entschieden sich fast 28 Prozent mehr für die Fahrzeuge von Volkswagen. Allein in Brasilien erhöhten sich die Verkäufe um knapp 29 Prozent. Deutlich geringer war das Wachstum in Nordamerika mit 3,1 Prozent, auf dem wichtigen US-Markt belief sich das Plus auf 2,8 Prozent.

Die Kernmarke VW lieferte von Januar bis Juni 1,8 Millionen aus, 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ebenfalls deutlich fiel der Zuwachs der Ingolstädter Schwestermarke Audi mit 9,8 Prozent aus. Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda steigerte sich sogar um 13 Prozent, ihre schwächelnde spanische Schwester Seat verkaufte dagegen 2 Prozent weniger. Auch von den Luxuswagen der Marken Bentley, Bugatti und Lamborghini setzte der Konzern mehr ab.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx, ddp und reuters