Lufthansa Kurs auf Passagierrekord

Die Lufthansa hat im ersten Halbjahr 5,9 Prozent mehr Passagiere befördert als vor einem Jahr. Setzt sich der Trend fort, wird die Fluggesellschaft ein Rekordjahr verbuchen können. Hinter dem Wachstum der Billigkonkurrenz bleibt sie aber noch zurück.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Lufthansa steuert auf ein weiteres Rekordjahr zu. In den ersten sechs Monaten 2007 wurden fast 27 Millionen Fluggäste gezählt. Das waren 5,9 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Damit ist die größte deutsche Fluggesellschaft auf gutem Weg, dieses Jahr einen Rekordwert zu erzielen. Schon im vergangenen Jahr hatte die Lufthansa zum vierten Mal in Folge ein Passagierplus verzeichnet und einen Spitzenwert von 53,4 Millionen Fluggästen gezählt.

Im Juni lag die Passagierzahl bei gut fünf Millionen und damit 4,8 Prozent über dem Vergleichsmonat. Bei der Auslastung der Plätze wurde ein Spitzenwert von 80,0 Prozent erreicht, das lag 2 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat. In den ersten sechs Monaten zusammen lag die für den Gewinn des Unternehmens wichtige Auslastung bei 76,1 Prozent und damit 2,1 Punkte über dem Vorjahresniveau.

Auch das Frachtgeschäft legte angesichts der guten Konjunktur weiter zu: Im ersten Halbjahr wurden 877.000 Tonnen befördert, das sind 2,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Juni allein lag das Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 2,7 Prozent auf 153.000 Tonnen.

Von der gestiegenen Nachfrage der Reisenden konnten alle Regionen profitieren. In Europa stieg die Gästezahl im ersten Halbjahr um 5,7 Prozent auf 20,9 Millionen. Stärker noch konnte Amerika mit einem Plus von 7,8 Prozent auf 3,0 Millionen Passagiere zulegen. Im wachsenden Markt Asien wurde ein Plus von 6,4 Prozent auf knapp 2,1 Millionen Passagiere verzeichnet.

Auch die meisten anderen großen Airlines hatten in den vergangenen Tagen bereits über ähnlich gute Zuwächse im Juni berichtet, wie Air France-KLM, Nummer eins in Europa. Lediglich beim Konkurrenten British Airways (BA) sanken Passagierzahlen und Auslastung. Stärker entwickelten sich erneut die Billigflieger wie Ryanair oder Air Berlin mit weiterhin zweistelligen Zuwachsraten.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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