DIW Konjunktur bleibt in der Spur

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bekräftigt seine Prognose für das zweite Quartal. Die Konjunkturforscher gehen von einem abgeschwächten Wachstum der Wirtschaft aus. Sie gehen aber nicht davon aus, dass es zum Abbruch des Aufschwungs kommt.

Berlin - Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird sich nach Einschätzung des Berliner DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) im zweiten Quartal wie bisher erwartet abschwächen. Das DIW-Konjunkturbarometer zeige für die Entwicklung des saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsproduktes im zweiten Quartal unverändert einen Zuwachs von 0,4 Prozent zum Vorquartal an. Allerdings hätten sich die Risiken nach unten "leicht erhöht". Der erwartete Zuwachs der Wirtschaftsleistung von April bis Juni markiere den schwächsten Wert seit dem Schlussquartal des Jahres 2005.

"Aufgrund der insgesamt positiven Aussichten für das weitere Jahr lässt dies noch nicht auf einen Abbruch des gegenwärtigen Aufschwungs schließen, jedoch bekommen allzu optimistische Erwartungen für das laufende Jahr einen Dämpfer", sagte DIW-Konjunkturforscher Stefan Kooths. Während die Industriekonjunktur nach den schwachen Aprilzahlen wieder ihre insgesamt gefestigte Verfassung bestätige, seien für den Bau positive Wachstumsimpulse im weiteren Jahresverlauf nur noch aus dem Wirtschaftsbau zu erwarten. Die Bauwirtschaft drohe wieder konjunkturell zurück zu fallen. Die Industrie sei hingegen weiter in stabiler Verfassung. Im ersten Vierteljahr erreichte das Wachstum auf Quartalssicht 0,5 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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