Montag, 16. September 2019

Namensstreit Mercedes-Benz statt Daimler

DaimlerChrysler will nach den heftigen Protesten unter anderem aus der Region Baden gegen die Umbenennung in Daimler AG den Namen des Firmen-Mitbegründers Karl Benz offenbar an anderer Stelle prominenter herausstellen.

Stuttgart - "Wir haben beschlossen, die bisherigen Daimler-Werke in Mercedes-Benz-Werke umzubenennen", sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch der Online-Ausgabe der Branchen- und Wirtschaftszeitung "Automobilwoche" in Stuttgart.

Die ältetste Garage der Welt: Hier stellte Karl Benz im badischen Ladenburg vor den Toren Mannheims seine Fahrzeuge unter
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Die ältetste Garage der Welt: Hier stellte Karl Benz im badischen Ladenburg vor den Toren Mannheims seine Fahrzeuge unter
Betroffen seien alle Pkw- und Lkw-Standorte, an denen Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz produziert würden. Die Pläne sollten nach der außerordentlichen Hauptversammlung im Herbst und der wahrscheinlichen Umfirmierung in Daimler AG umgesetzt werden.

DaimlerChrysler Börsen-Chart zeigen hat im Mai den Verkauf der defizitären US-Tochter Chrysler an den US-Finanzinvestor Cerberus bekannt gegeben und vorgeschlagen, das Unternehmen künftig als Daimler AG zu führen. Dies war an vielen Standorten in Deutschland und auch im Aufsichtsrat des Konzerns auf Kritik gestoßen, weil nur noch der Firmengründer Gottlieb Daimler erwähnt wird und Karl Benz wie schon bei der Fusion mit Chrysler keine Erwähnung mehr findet.

DaimlerChrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche argumentiert dem Blatt zufolge hingegen, dass er eine Vermischung der Dachmarke Daimler mit der Produktmarke Mercedes-Benz vermeiden will. Außerdem verfügt der Konzern bei den Pkw und Lkw mit Maybach, Smart sowie Setra, Freightliner und Fuso über weit mehr Marken als nur Mercedes-Benz.

Eine wichtige Rolle spiele dabei auch der Kapitalmarkt: Dort solle der Name Daimler AG das neue Unternehmen repräsentieren, das im Wesentlichen aus den Sparten Mercedes Car Group (MCG), der Truck Group sowie den Finanzdienstleistungen besteht. Die Verwechslungsgefahr mit der früheren Daimler-Benz AG aus den Zeiten vor der Fusion mit Chrysler sei damit ausgeschlossen.

manager-magazin.de mit Material von dow jones

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