HypoVereinsbank Schlankheitskur

Die HypoVereinsbank trennt sich von ihrer Wertpapierabwicklung und -verwahrung und verkauft sie an den französischen Finanzdienstleister Caceis. Nun müssen die Aufsichtsbehörden noch zustimmen.

München - Die Münchner Großbank HypoVereinsbank  (HVB) verkauft ihre Wertpapierabwicklung und -verwahrung an den französischen Finanzdienstleister Caceis. Ein entsprechender Vertrag sei am Dienstag unterzeichnet worden, teilte die HVB mit. Die Aufsichtsbehörden müssen der Transaktion, die seit dem Frühjahr mit exklusiven Gesprächen vorbereitet wurde, noch zustimmen.

Die HVB-Tochter Financial Markets Service Bank GmbH (FMSB) werde zum Jahresende in Caceis Bank Deutschland GmbH umfirmiert, aber in München bleiben, hieß es weiter. Die Franzosen übernähmen die rund 500 FMSB-Mitarbeiter in Hamburg und der bayerischen Landeshauptstadt. Ihre Jobs seien bis Ende 2009 gesichert, die Standorte hätten eine Garantie von mindestens fünf Jahren.

Die HVB verspricht sich früheren Angaben zufolge von der Auslagerung "spürbare und nachhaltige Kosteneinsparungen". Genauer hatte sich die Bank nicht geäußert. Der italienische Finanzriese UniCredit, zu der die HVB gehört, will zwischen 2005 und 2008 in der Verwaltung insgesamt 90 Millionen Euro einsparen.

Caceis gehört den französischen Banken Credit Agricole und Natixis. Der Dienstleister stärkt mit dem Zukauf sein Auslandsgeschäft. Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte für die Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren in Europa.

manager-magazin.de mit material von reuters