Stabilitätspakt Sarkozy will schwächeren Euro

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat den Euro erneut als überbewertet bezeichnet und damit den Stabilitätspakt infrage gestellt. Sarkozy forderte, die Gemeinschaftswährung müsse stärker dem Wachstum in Europa dienen: Es könne nicht sein, dass etwa Airbus jedes Mal Millionen verliere, wenn der Euro steige.

Straßburg - Der Anstieg des Euro gegenüber anderen großen Währungen mache es für Firmen aus Europa unmöglich, auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig zu sein, sagte Sarkozy am Montag bei einer Veranstaltung in Straßburg.

"Ich möchte fragen, ob wir noch weiterhin Flugzeuge in Europa bauen können, wenn Airbus jedes Mal eine Milliarde Dollar verliert, wenn der Euro um zehn Cent steigt."

Sarkozy hat wiederholt gefordert, den Euro zur Stützung der Wirtschaft einzusetzen. Er fordere nur das, was die USA mit dem Dollar, die Chinesen mit dem Yuan, die Japaner mit dem Yen und auch die Briten mit dem Pfund täten, hatte er zuletzt im Juni gesagt.

Bereits im Wahlkampf hatte Sarkozy die Euro-Stärke kritisiert und dafür die Europäische Zentralbank (EZB) verantwortlich gemacht. Er hat die EZB wiederholt aufgefordert, nicht nur auf die Inflation zu achten, sondern mehr für Wachstum und zusätzliche Arbeitsplätze zu tun. Die EZB weist dies zurück und führt an, durch die Kontrolle der Inflation werde genug getan, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters