Deutsche Bahn Streik und Stillstand

Warnstreiks bei der Bahn - für die Fahrgäste heißt das in einigen Gegenden Warten. Zwar sollen die Züge ab 8 Uhr wieder fahren, doch grundsätzlich soll das Muskelspiel weitergehen, heißt es von der Bahngewerkschaft Transnet. Bis der Vorstand reagiert.

Berlin - Wegen Warnstreiks bei der Bahn ist es am Montagmorgen in einigen Regionen Deutschlands zu Behinderungen im Schienenverkehr gekommen. Vor allem im Nahverkehr gebe es Beeinträchtigungen, erklärte die Deutsche Bahn. Die Warnstreiks sollen aber nach Gewerkschaftsangaben um 8 Uhr enden. Das kündigte der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft von Transnet und GDBA, Alexander Kirchner, am Montagmorgen im Deutschlandfunk an.

Wie lange die Warnstreik-Aktionen fortgesetzt werden, hänge vom Verhalten der Deutschen Bahn ab, sagte Kirchner weiter. "Wir werden sofort wieder verhandeln, wenn der Arbeitgeber sagt, dass er bereit ist, das Angebot aufzubessern."

Betroffen seien bisher vor allem Frankfurt, München, Erfurt, Rostock und Wismar. Schwerpunkte der Aktionen waren den Angaben zufolge seit etwa 3 Uhr vor allem die Werke, so in Frankfurt am Main und München, wo einzelne Züge verspätet bereitgestellt wurden. Den Auftakt der Warnstreiks hatten laut Transnet zwischen 2 und 5 Uhr rund 60 Mitarbeiter des Betriebsbahnhofs Dortmund gemacht. Mehrere ICE-Züge konnten die Depots nicht verlassen, es kam den Angaben zufolge auch nach Wiederaufnahme des Betriebs zu Verspätungen im Fernverkehr.

Weitere Warnstreiks seien im Laufe des Tages für Karlsruhe, Freiburg und Hamburg angekündigt. In den kommenden Tagen wollen die Gewerkschaften ihre Aktionen ausweiten. "Wir werden (...) im Laufe der Woche unsere Warnstreiks ausdehnen, solange, bis der Bahnvorstand reagiert", sagte der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der Gewerkschaften Transnet und GDBA, Alexander Kirchner, im Deutschlandfunk.

Er hoffe auf ein neues Angebot im Laufe dieser Woche. Gestern war die Friedenspflicht im Tarifkonflikt bei der Bahn abgelaufen. Wenige Stunden zuvor hatten die Tarifparteien in der dritten Verhandlungsrunde keine Fortschritte erzielt. Transnet und GDBA fordern sieben Prozent mehr Lohn für die 134.000 Beschäftigten, mindestens aber 150 Euro im Monat. Die Bahn hatte Lohnerhöhungen um jeweils zwei Prozent 2008 und 2009 sowie einen Einmalbetrag von 300 Euro vorgeschlagen.

manager-magazin.de mit Material von ap, dpa und reuters

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