Sparkassen Postdienste am Schalter

Konkurrenz für die Deutsche Post. Die Sparkassen verhandeln offenbar mit dem Postdienst Pin Group über eine Zusammenarbeit. Schon bald können Kunden womöglich Briefe und Pakete in den Schalterhallen der Geldinstitute aufgegeben.

Hamburg - Mit dem Angebot von Postdiensten wollen die Sparkassen mehr Kunden in ihre Schalterhallen locken. Darum verhandeln sie jetzt über eine Kooperation mit dem Postzusteller Pin Group mit Hauptsitz in Luxemburg.

"Es ist richtig, dass es auf regionaler Ebene Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit gibt", bestätigt ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands dem SPIEGEL. Zu welchem Ergebnis die Gespräche führten, sei noch offen. Bereits im vergangenen Jahr sei mit der Sparkasse Leipzig ein Pilotprojekt gelaufen.

Ziel der seit Wochen andauernden Gespräche ist dem Bericht zufolge das Angebot von Briefdienstleistungen in den Bankfilialen, also ein bundesweites Netz von Briefannahmestellen. Unklar sei bislang, ob diese Dienste von Sparkassen oder Pin-Mitarbeitern angeboten werden sollen.

Beim Zusteller Pin, der diese Woche vom Medienkonzern Axel Springer mehrheitlich übernommen wurde, will man das Thema Sparkassen nicht kommentieren, wie der SPIEGEL schreibt. Allerdings habe Pin-Chef Günter Thiel bereits früher betont, dass sein Unternehmen bis spätestens Mitte 2008 ein mindestens genauso großes Filialnetz wie die Deutsche Post besitzen wolle.

manager-magazin.de mit Material von ap

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