Gazprom Die Flamme lodert heller

Hohe Preise, hoher Gewinn: Das russische Staatsunternehmen Gazprom hat im vergangenen Jahr doppelt so viel Geld verdient wie zuvor. Dennoch musste der Energieriese hohe Kredite aufnehmen - auch für Zukäufe im Ausland.

Moskau - Die hohen Öl- und Gaspreise auf dem Weltmarkt haben dem staatlichen russischen Energiekonzern Gazprom im vergangenen Jahr eine Verdoppelung seines Gewinns beschert.

Unterm Strich verdiente Gazprom 2006 636,46 Milliarden Rubel, das sind umgerechnet 18,3 Milliarden Euro, im Jahr davor waren es 9,1 Milliarden Euro gewesen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Moskau mitteilte. Neben den hohen Preisen für Erdöl und Erdgas sei aber auch der Kauf der Ölfirma Sibneft im Jahr 2005 für den Gewinnsprung mitverantwortlich, erklärte der Konzern.

Die Umsätze von Gazprom stiegen im vergangenen Jahr um 55,5 Prozent auf knapp 62 Milliarden Euro, wie die Firma weiter mitteilte. Allein mit dem Verkauf von Erdgas nahm der Konzern knapp 41 Milliarden Euro ein, 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Das lag demnach sowohl an den gestiegenen Preisen als auch am höheren Absatz.

Ungeachtet der guten Ergebnisse nahmen die Verbindlichkeiten zu, sie beliefen sich zum Jahresende auf 807,8 Milliarden Rubel, nach zuvor 797,5 Milliarden. Der Anstieg resultiere vor allem aus umfangreichen Investitionen, unter anderem für Zukäufe im Ausland.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und reuters

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