Haspa US-Investor kauft 118 Häuser

Der US-Finanzinvestor Strategic Value Partners kauft der Hamburger Sparkasse 118 Immobilien ab. Angeblich kostete das knapp eine halbe Milliarde Euro. Die Haspa wird an den meisten Standorten nach Abschluss des Deals Mieter sein.

Hamburg - Die Hamburger Sparkasse (Haspa) verkauft 118 Immobilien an den US-Finanzinvestor Strategic Value Partners (SVP). Das teilte das Institut am Donnerstag mit und begründete den Schritt damit, dass man sich so neue Spielräume für das Kerngeschäft eröffne. Der Kaufpreis soll zwischen 400 und 500 Millionen Euro liegen, hieß es in Kreisen. Beide Seiten wollten sich nicht zu den finanziellen Details äußern.

"Mit der Veräußerung realisiert die Haspa-Gruppe ihr strategisches Ziel, künftig primär als Mieter und nicht als Eigentümer von Immobilien aufzutreten", erklärte Deutschlands größte Sparkasse. Das Institut unterstreiche damit seine Ausrichtung auf das Geschäft mit Privatkunden. Ausgewählte Objekte wie die Haspa-Zentrale am traditionsreichen Standort Adolphsplatz/Großer Burstah werden die Hamburger allerdings behalten. An den anderen Standorten wird offenbar nach der Sale-and-Lease-back-Methode verfahren: Die Haspa bleibt an den vorhandenen Standorten, allerdings als Mieter der SVP.

Mit der Trennung von Filialhäusern und Grundstücken setzt die Haspa Kapital frei, das sie fürs Kerngeschäft nutzen will. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge hatten sich zuletzt auch die US-Investmentbank Morgan Stanley  und der Hamburger Immobilieninvestor Dieter Becken das Gebäudeportfolio sichern wollen.

SVP verwaltet nach eigenen Angaben ein Fondsvermögen von über fünf Milliarden Dollar (etwa 3,7 Milliarden Euro) und ist in Deutschland vor allem durch den Kauf des Pleite gegangenen Plüschtier-Herstellers Nici bekannt geworden. Im Immobiliengeschäft ist SVP schon seit längerem tätig. So erhielt der Investor etwa den Zuschlag für das Düsseldorfer Stadttor sowie das Quartier 207 in Berlin.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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