Eon Mobilfunker One abgestoßen

Der Energiekonzern Eon trennt sich von seiner letzten Beteiligung außerhalb des Kerngeschäfts. Der Verkauf des Anteils an dem österreichischen Mobilfunker One bringt Eon 330 Millionen Euro.

Düsseldorf - Der Stromproduzent Eon  hat seine 50,1-prozentige Beteiligung an dem Mobilfunker One verkauft. Die Anteile an dem österreichischen Unternehmen gehen an ein Bieterkonsortium bestehend aus France Telecom  und dem Finanzinvestor Mid Europa Partners, wie Eon am Mittwoch bekannt gab.

Der Düsseldorfer Konzern gab das "Transaktionsvolumen" bezogen auf 100 Prozent der One-Anteile mit rund 1,4 Milliarden Euro an. Eon fließen durch den Verkauf ihrer Anteile damit 550 Millionen Euro zu. Dieser Betrag beinhaltet auch die One zur Verfügung gestellten Gesellschafterfinanzierung. Der Buchgewinn aus dem Verkauf gab Eon mit rund 330 Millionen Euro an.

Der Verkauf der One-Anteile lief über einen Auktionsprozess, der am Mittwoch abgeschlossen wurde. Alle Mitgesellschafter hätten sich daran beteiligt, wie Eon bekannt gab. France Telecom war auch zuvor schon mit 17,45 Prozent an dem Mobilfunker beteiligt gewesen. Das Unternehmen setzte sich bei der Auktion unter anderem gegen die niederländische KPN  durch.

Die France Telecom hatte ein Vorkaufsrecht auf die restlichen Anteile. Weitere One-Gesellschafter sind die norwegischen Telenor (17,45 Prozent) und Tele Danmark (15 Prozent). Der Wert von One wurde in den vergangenen Wochen von Branchenkennern auf rund 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro geschätzt. One ist der mit rund zwei Millionen Kunden drittgrößten Mobilfunker in Österreich.

Die Unterzeichnung des Kaufvertrages soll in der kommenden Woche erfolgen. Der Transaktion müssen noch die zuständigen Behörden zustimmen. Für Eon bedeutet der Verkauf die Abgabe der letzten Beteiligung außerhalb des Kerngeschäfts Energie.

manager-magazin.de mit Material von dow jones