Chrysler-Kauf Grünes Licht für Cerberus

Die Übernahme des Automobilherstellers Chrysler durch den Finanzinvestor Cerberus ist in trockenen Tüchern: Die US-Kartellbehörde FTC segnete jetzt die Transaktion noch vor Ablauf der gesetzten Prüfungsfrist ab.

Chicago - Die Cerberus Capital Management darf den US-Automobilhersteller Chrysler mehrheitlich von der DaimlerChrysler AG  übernehmen. Ein Sprecher der US-Beteiligungsgesellschaft bestätigte am späten Dienstag den Erhalt der entsprechenden Genehmigung von der US-Wettbewerbsaufsicht FTC.

Die FTC segnete die Transaktion in der vergangenen Woche und damit vor Ablauf der zunächst auf 30 Tage angesetzten Prüfung ab. Dies bedeutet, dass die Behörde von einer intensiveren Untersuchung der Transaktion absieht.

Eine Sprecherin von Chrysler verwies alle Fragen bezüglich der Übernahme an Cerberus. Die FTC äußert sich üblicherweise nicht, wenn die Genehmigung einer Akquisition vor Ablauf der standardisierten 30-Tage-Untersuchung erfolgt.

Im Mai hatte Cerberus eingewilligt, 80,1 Prozent der Chrysler Group vom Stuttgarter Automobilkonzern für 7,4 Milliarden Dollar zu erwerben. Die Chrysler-Übernahme ergänzt das Branchenportfolio von Cerberus. Die Gesellschaft hält 51% an der GMAC Financial Services und kontolliert darüber hinaus den größten US-Autositzehersteller Guilford Mills.

Des Weiteren besitzt das Unternehmen die deutsche Peguform Gruppe, die Kunststoffteile für die Automobilbranche fertigt. Laut Medienberichten ist Cerberus außerdem an den britischen Luxusmarken Jaguar und Land Rover von Ford  interessiert.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und ap