Autokauf Vorfahrt für Billigautos

Die Deutschen wollen künftig deutlich weniger für ihr Auto ausgeben. Laut einer Studie, über die manager magazin exklusiv berichtet, sind die heimischen Hersteller jedoch schlecht auf den neuen Trend vorbereitet. Ein mögliches Einfallstor für Billigmarken aus China oder Indien.

Hamburg - Die Deutschen wollen beim Autokauf drastisch sparen. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger und Burda Community Network hervor, über die manager magazin in seiner neuen Ausgabe exklusiv berichtet. Das neue manager magazin ist ab Freitag (22. Juni) am Kiosk erhältlich.

Gaben die Käufer für ihren aktuellen Wagen im Schnitt 17.100 Euro aus, planen sie der Untersuchung zufolge für den neuen nur noch 14.600 Euro ein. Ohnehin hat sich der deutsche Automarkt 2007 bislang schlecht entwickelt. Die Kunden kauften hierzulande bis Ende Mai etwa 135.000 Pkw weniger als vor einem Jahr.

Die Käufer wünschen sich der Studie zufolge billigere und gleichzeitig umweltfreundlichere Autos. Auf diesen Trend seien die Hersteller jedoch nicht genügend vorbereitet. Hier öffne sich womöglich "ein Einfallstor für Billigmarken etwa aus China oder Indien", warnte Ralf Kalmbach, bei Berger für die Autoindustrie zuständig. "Entweder die Hersteller entwickeln neue Konzepte, oder aufstrebende Marken werden sie gewaltig unter Druck setzen."