Daimler/Fiat Deutsch-italienisches Bündnis

Der deutsche Autobauer DaimlerChrysler und der italienische Autokonzern Fiat wollen künftig bei der Fertigung von Nutzfahrzeugmotoren zusammenarbeiten. Fiat soll den Deutschen vor allem Dieselmotoren für leichte Lastwagen bauen.

Stuttgart/Turin - DaimlerChrysler  und der italienische Autokonzern Fiat  arbeiten künftig bei Nutzfahrzeugmotoren zusammen. Wie beide Unternehmen am Dienstag berichteten, soll zunächst Daimlers japanische Nutzfahrzeugtochter Mitsubishi Fuso von Fiat mit Dieselmotoren für leichte Lastwagen beliefert werden.

Fiat Powertrain Technologies (FPT) werde ab 2009 rund 80.000 Motoren pro Jahr für den Canter liefern, der in Märkten wie Europa und Japan abgesetzt werden soll. In den folgenden Jahren soll der Lieferumfang weiter ansteigen.

Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass Motorenpartnerschaften in der Automobilbranche inzwischen Normalität sind. Deutsche und europäische Autobauer arbeiten ebenso zusammen wie es auch Partnerschaften mit asiatischen und US-Autokonzernen gibt.

DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche wies auf die hohen Anforderungen durch die aktuellen und künftigen Emissionsvorschriften hin. "Dieses Abkommen bringt sowohl für die Fiat Group als auch für DaimlerChrysler einen Mehrwert." Fiat-Chef Sergio Marchionne betonte: "Das Abkommen ist ein entscheidender Schritt in unserem Vorhaben, strategische Partnerschaften in allen Bereichen des Konzerns aufzubauen."

Fiat Powertrain Technologies wurde im März 2005 als Motoren- und Getriebesparte des italienischen Autobauers gegründet und baut jährlich 2,8 Millionen Motoren und 2,1 Millionen Getriebe. Die DaimlerChrysler Truck Group ist der weltgrößte Hersteller von Nutzfahrzeugen. Die Tochter Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corporation hat 2006 rund 186.600 Fahrzeuge verkauft. DaimlerChrysler ist mit 85 Prozent grösster Anteilseigner der einstigen Lkw-Tochter des Autobauers Mitsubishi, der noch mit 15 Prozent beteiligt ist.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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