Scandlines Scandlines-Verkauf ist perfekt

Die deutsch-dänische Reederei Scandlines wird für rund 1,56 Milliarden Euro an eine Investorengruppe verkauft. Damit endet ein monatelanges Gerangel zwischen der Deutschen Bahn und dänischen Eigentümern. Die 2700 Arbeitsplätze sind für 40 Monate gesichert.

Kopenhagen - Die deutsch-dänische Ostseereederei Scandlines wird für 1,56 Milliarden Euro an private Eigner verkauft. Das bestätigten ein Sprecher der Deutschen Bahn und das dänische Ministerium für Verkehr und Energie am Dienstag. Scandlines gehört je zur Hälfte der Bahn und dem dänischen Staat.

Das deutsch-dänische Unternehmen gehe an die Deutsche Seereederei (DSR) sowie die Finanzinvestoren 3i und Allianz Capital Partners, erklärten die Sprecher . Die Finanzinvestoren sollen jeweils 40 Prozent erhalten, die DSR 20 Prozent. Die Vereinbarung stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn, des Finanzausschusses des dänischen Parlaments sowie der Genehmigung der Kartellbehörden. Die Zustimmungen würden binnen zwei Monaten erwartet, hieß es am Dienstag weiter.

Die Deutsche Bahn und die dänische Regierung hatten sich seit längerem um einen Verkauf bemüht. Wie es weiter hieß, haben die Käufer einer Arbeitsplatzgarantie für die 2700 deutschen und dänischen Beschäftigten über 40 Monate zugestimmt.

Als Grund für den Verkauf gilt das von Beginn an schlechte Verhältnis zwischen deutschen und dänischen Gesellschaftern, die sich permanent um die Geschäftsstrategie von Scandlines stritten.

Die 1998 gegründete Reederei bedient mit 24 Schiffen zwölf Strecken zwischen Deutschland, Dänemark, Schweden und dem Baltikum und sieht sich wachsender Konkurrenz durch Brücken ausgesetzt, die die dänischen Inseln mit dem Festland und mit Schweden verbinden. Im vergangenen Jahr transportierte die Scandlines rund 20 Millionen Passagiere, 4,2 Millionen Autos und eine Million Lastkraftwagen. Für 2006 wurde ein Überschuss von 103 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz lag bei 547 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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