Parmalat Einigung mit drei Banken

72 Millionen Euro haben Merrill Lynch, ING und Banca Monte Parma nach Rechtsstreitigkeiten mit der italienischen Parmalat zurückgezahlt. Für die Deutsche Bank und drei weitere Finanzinstitute landen strittige Themen aus der Insolvenzphase aber voraussichtlich vor Gericht.

Mailand - Der italienische Hersteller von Milchprodukten, Parmalat , hat Rechtsstreitigkeiten mit drei Banken im Zusammenhang mit seinem Zusammenbruch vor vier Jahren beigelegt. Insgesamt ging es dabei um Forderungen von 72 Millionen Euro gegenüber Merrill Lynch , ING  und der italienischen Banca Monte Parma. Der Konzern werde aus dem Rechtsstreit um die Insolvenz insgesamt 72 Millionen Euro erhalten, hieß es in Mailand.

Die Banca Monte Parma werde 35 Millionen Euro bezahlen, Merrill Lynch 29 Millionen und ING Bank acht Millionen Euro. Parmalat hatte von Monte Parma und der ING Anleihen zurückgefordert. Die Einigung von Merrill Lynch betraf die Rückforderung von offenen Forderungen, die aus der Insolvenz entstanden.

Parmalat war 2003 unter einer Schuldenlast von 14 Milliarden Euro zusammengebrochen. Inzwischen wurde das Unternehmen umstrukturiert. Die Aktien sind wieder an der Mailänder Börse notiert.

Der Konzern geht derzeit gegen zahlreiche Banken vor. In einem anderen Fall soll gegen die Deutsche Bank  und drei weitere Geldhäuser im Zusammenhang mit dem Milliarden-Zusammenbruch ein Gerichtsverfahren eröffnet werden.

Dabei gehe es um den Verdacht auf Marktmanipulation, hieß es vor wenigen Tagen in Mailänder Gerichtskreisen. Neben dem größten deutschen Institut seien die Citigroup , UBS  und Morgan Stanley  sowie 13 Personen betroffen. Der Prozess soll am 22. Januar 2008 beginnen.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters