BASF Neues Werk in China

Der Chemieriese BASF baut sein Engagement in China aus und errichtet im Westen des Landes ein neues Werk. Die Anlage für das Kunststoff-Vorprodukt MDI soll 2010 in Betrieb gehen.

Frankfurt am Main - Der Chemiekonzern BASF  will in China eine neue Fabrik zur Herstellung der Kunststoff-Basischemikalie MDI bauen. Dazu habe habe BASF mit den Behörden in der westchinesischen Provinz Chongqing und einem chinesischen Unternehmen am Dienstag einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, teilte der Konzern mit.

Die Anlage mit einer Kapazität von 400.000 Tonnen Roh-MDI pro Jahr soll ab 2010 in Betrieb gehen. Offen sei noch, welche weiteren Partner sich an dem Projekt beteiligen können.

BASF verfügt bereits über eine MDI-Anlage in China. MDI ist eine Basischemikalie für Polyurethane, die beispielsweise in der Auto- und Bauindustrie verwendet werden und bei der Herstellung von Kühlschränken und Schuhen zum Einsatz kommen. "Wir erwarten, dass der Markt für Polyurethane in China im zweistelligen Bereich wächst und innerhalb des nächsten Jahrzehnts zum größten der Welt werden wird", erklärte BASF-Manager Jacques Delmoitiez.

BASF ist den Angaben zufolge schon jetzt einer der größten ausländischen Chemie-Investoren in China mit einem Umsatz von mehr als 3,6 Milliarden Euro im Jahr 2006 und mehr als 5500 Mitarbeitern. Bis 2010 will die BASF zehn Prozent ihres weltweiten Umsatzes und Ergebnisses im Chemiegeschäft in China erzielen.

Chongqing ist mit rund 32 Millionen Einwohnern die größte und bevölkerungsreichste Provinz Chinas. Sie liegt am Jangtse-Fluss und ist Heimat des größten inländischen Flusshafens in West-China.

manager-magazin.de mit Material von reuters