Schmiergeldaffäre Ex-Manager von BMW vor Gericht

In der Schmiergeldaffäre um den französischen Automobilzulieferer Faurecia muss ein ehemaliger BMW-Manager vor Gericht. Er soll Zuwendungen von Faurecia angenommen haben, so die Staatsanwaltschaft.

München - Der Münchner Oberstaatsanwalt Anton Winkler bestätigte dem Nachrichtenmagazin "Focus": "Wir haben einen früheren Einkaufsmitarbeiter wegen Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr angeklagt." Der Manager, der für den Autobauer in den USA tätig war, soll Zuwendungen von Faurecia angenommen haben.

Der frühere Faurecia-Chef Pierre Lévi soll in der kommenden Woche per Strafbefehl zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und einer Zahlung von 300 000 Euro wegen Beihilfe zur Bestechung verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehr als 20 weitere Beschuldigte, darunter Mitarbeiter von Volkswagen , Audi  und BMW .

Mitarbeiter des Innenausstatters Faurecia sollen Schmiergelder im Umfang von zuletzt 600.000 bis 800.000 Euro jährlich an Einkäufer der Autokonzerne gezahlt haben. Im Gegenzug soll das Unternehmen bei der Auftragsvergabe bevorzugt worden sein.

Faurecia, eine Tochter des Autokonzerns PSA Peugeot , zählt zu den zehn größten Autozulieferern weltweit.

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