Volkswagen Trouble in Malaysia

Während Malaysias Premierminister Abdullah Ahmad Badawi erklärt, dass VW sich nicht am inländischen Autokonzern Proton beteiligen wolle, heißt es in Wolfsburg, dass zu dem Thema weitere Gespräche geplant seien. Auch General Motors ist an einer Kooperation interessiert.

Wolfsburg - Um die Zukunft des malaysischen Kfz-Hersteller Proton Holdings Bhd. und vor allem um die Frage zu dessen zukünftigen Partner herrscht zunehmend Verwirrung. Volkswagen  erklärte am Freitag auf Anfrage, dass die Gespräche mit Proton und der Regierung von Malaysia nicht als beendet angesehen werden. "Im Moment wird eine weitere Gesprächsrunde für die nahe Zukunft vorbereitet", sagte ein Unternehmenssprecher.

Am Vortag hatte der Premierminister des Landes, Abdullah Ahmad Badawi, noch erklärt, da VW sich nicht an Proton beteiligen wolle, habe er dem Unternehmen mitgeteilt, man solle mit anderen möglichen Partnern verhandeln.

In den vergangenen Wochen war spekuliert worden, dass VW zu einer Kapitalbeteiligung bei Proton nicht bereit sei. VW und Proton hatten aber bereits im Herbst 2004 eine langfristige strategische Partnerschaft angekündigt. Demzufolge war unter anderem geplant, im Herbst 2005 mit der Montage von VW-Fahrzeugen in Malaysia zu beginnen. Entsprechende Gespräche waren im Januar 2006 allerdings wegen unterschiedlicher Vorstellungen gescheitert. Nicht ausgeschlossen wurde aber, dass es zu einer - wie auch immer gearteten - Kooperation zwischen beiden Unternehmen kommt.

General Motors als möglicher Partner

Ob es bei den nun anstehenden Gesprächen nun doch um eine Beteiligung oder nur um Möglichkeiten von Kooperationen geht, könne derzeit nicht gesagt werden, sagte der VW-Sprecher.

Auch der Direktor der Khazanah Nasional Bhd, der Investmentholding der malaysischen Regierung, erklärte, dass die Gespräche mit VW sowie auch mit General Motors weitergeführt werden. Innerhalb der kommenden drei Monate solle ein Partner feststehen. Khazanah hält 43 Prozent der Proton-Anteile.

Proton hat bereits vergeblich versucht, den französischen Konzern PSA Peugeot Citroen als Partner zu gewinnen. "GM und VW sind nach wie vor im Bild", sagte Mokhta. vor Journalisten in Kuala Lumpur. Er hoffe, dass die Verhandlungen bis Jahresende zu einem Abschluss kommen werden.

Treffen mit den Interessenten würden ab dieser Woche angesetzt, sagte Mokhta weiter. Khazanah Nasional sucht seit langem nach einem internationalen Partner für den angeschlagenen Autobauer.

manager-magazin.de mit Material von dpa, vwd

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