Verbraucherpreise Nie war Benzin teurer

Die Deutschen müssen für viele Dinge des täglichen Bedarfs wesentlich mehr ausgeben als im Vorjahresmonat. Nach der jüngsten Statistik aus der Landeshauptstadt sind allerdings Heizöl, Bekleidung und Elektronikware günstiger geworden.

Berlin - Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im Mai beschleunigt, wie die jüngste Veröffentlichung der Verbraucherpreise des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg vom Freitag belegt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich in der Region im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent, gegenüber dem Vormonat stieg der Preisindex um 0,5 Prozent.

Nach Angaben der Statistiker ist der Preisauftrieb im Vergleich zum Mai 2006 vor allem auf höhere Kosten für Gemüse (+8,2 Prozent) und Fleisch (+5,3 Prozent) sowie bei Beherbergungsdienstleistungen (+6,6 Prozent) zurückzuführen.

Preisreduzierungen gab es dagegen bei Bekleidung, Schuhen und Heimelektronik. Auch die Preise für Heizöl gingen gegenüber Mai 2006 zurück (-9,3 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat mussten die Verbraucher im Mai vor allem bei Ausgaben für Reisen tiefer in die Tasche greifen. So verteuerten sich die Mieten für Ferienwohnungen (+11,8 Prozent), die Übernachtungspreise in Hotels (+8,4 Prozent) und die Kosten für Pauschalreisen (+5,7 Prozent). Auch für Kraftstoffe wurden 4,3 Prozent mehr verlangt als im April.

Damit war der Mai der bislang teuerste Monat aller Zeiten für Autofahrer. Ein Liter Superbenzin kostete im Durchschnitt 1,390 Euro und damit 4,7 Cent mehr als im April, teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) ebenfalls am Freitag in Hamburg mit. Der bisherige Rekordmonat war der Juli 2006 mit einem Durchschnittspreis von 1,382 Euro je Liter Superbenzin. Der Preis für Dieselkraftstoff blieb im Vergleich zum Vormonat mit 1,149 Euro je Liter unverändert. Die Mineralölwirtschaft begründete die hohen Preise mit der starken Nachfrage nach Benzin auf dem Weltmarkt. Dadurch seien die Einkaufskosten gestiegen.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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