Cewe Color Der Machtkampf geht weiter

Im Machtkampf beim Oldenburger Fotoentwickler Cewe Color geben sich die US-Finanzinvestoren noch nicht geschlagen: Nachdem die Amerikaner auf der Hauptversammlung scheiterten, will der Investor Guy Wyser-Pratte die Beschlüsse nun juristisch anfechten.

Frankfurt am Main - Der US-Finanzinvestor Guy Wyser-Pratte greift die Führung des Oldenburger Fotoentwicklers CeWe Color Holding nun offenbar auch gerichtlich an. "Wir werden in diesen Tagen zwei Klagen einreichen", sagte Wyser-Pratte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der Amerikaner hält 6,4 Prozent der CeWe-Aktien und zählt ebenso wie die an Cewe  beteiligten Hedgefonds Marcap und K-Capital zu den größten Kritikern von Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens. Er will eine Sonderdividende und die Ablösung des aktuellen Managements durchsetzen.

Das Unternehmen sträubt sich dagegen und will die Mittel des Konzerns für weitere Investitionen nutzen. Dem Blatt zufolge will Wyser-Pratte nun die Beschlüsse der Hauptversammlung vom 26. April vor dem Landgericht Hannover anfechten. Damals hatte sich die Verwaltung mit zum Teil knapper Mehrheit gegen die opponierenden Aktionäre durchgesetzt.

Die Erfolgsaussichten schätzen beide Parteien allerdings sehr unterschiedlich ein: Während Cewe Color davon ausgeht, dass die Beschlüsse beim Oldenburger Registergericht bereits eingetragen sind und die Frist für Anfechtungsklagen bereits abgelaufen ist, will Wyser-Pratte nicht nur die Hauptversammlungsbeschlüsse anfechten, sondern auch auf dem Rechtsweg überprüfen lassen, ob die Auszählung der Stimmen ordnungsgemäß verlaufen ist. Er vermute, dass es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei, heißt es. Cewe Color weist die Vorwürfe entschieden zurück.

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