DaimlerChrysler 750 Stellen gefährdet

DaimlerChrysler will laut einem Zeitungsbericht in seinem Komponentenwerk Stuttgart-Untertürkheim erneut Stellen abbauen. Am zweitgrößten deutschen Standort sollen bis zu 750 Beschäftigte mit Abfindungen zum freiwilligen Ausscheiden bewegt werden.

Stuttgart - Der Autokonzern DaimlerChrysler  will einem Pressebericht zufolge auch nach dem großen Stellenabbau vom Vorjahr an seinem zweitgrößten deutschen Standort das Personal verringern. Im Komponentenwerk Untertürkheim werden wieder Abfindungen angeboten, wie die "Stuttgarter Nachrichten" unter Berufung auf den Betriebsrat berichteten.

Insgesamt sollten bis zu 750 Mitarbeiter zum freiwilligen Ausscheiden bewegt werden, davon jeweils 150 über Frühpensionierung und Altersteilzeit. Auch an anderen Standorten, etwa in Sindelfingen, gebe es solche Angebote - allerdings in geringem Umfang, schrieb das Blatt weiter.

Für die Abfindungen würden die gleichen Regeln wie beim Jobabbau im Rahmen des Sparprogramms Core gelten, bei dem zwischen Oktober 2005 und September 2006 rund 9300 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hatten. Damals war ein Rahmensozialplan vereinbart worden.

Die Regelungen sehen laut Bericht bei der Unterschrift unter eine freiwillige Ausscheidungsvereinbarung Abfindungen von bis zu 250.000 Euro vor. An dem Standort schwele seit längerem ein Streit zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat, ob es auch nach dem Jobabbau vom Vorjahr noch einen Personalüberhang gibt. Damals hatten mehr als 1100 der rund 20.000 Beschäftigten am Standort den Autohersteller verlassen.

Der Konzern wollte die Zahlen für Untertürkheim gegenüber dem Blatt nicht kommentieren. "Allerdings erfordert der weltweite Wettbewerb, dass wir ständig an der Verbesserung unserer Effizienz arbeiten und unsere Strukturen auf den Prüfstand stellen müssen", sagte eine Sprecherin der Zeitung. Grundsätzlich könne es dabei zu kleineren Anpassungen im Rahmen des vereinbarten Rahmensozialplans kommen. Diese würden aus laufenden Budgets finanziert. Ein spezielles Abbauprogramm mit eigenem Budget gebe es jedoch nicht.

manager-magazin.de mit Material von reuters, vwd