Siemens/VDO Cromme reicht Conti-Gebot nicht aus

Der Autozulieferer Continental bietet nach Ansicht von Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme nicht genug für die Siemens-Sparte VDO.

München/Hannover - Damit der Münchener Siemens-Konzern auf den bisher favorisierten Börsengang der Sparte verzichte, "müsste Conti noch deutlich nachbessern", wurde Cromme von der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe) zitiert.

Der Konzern aus Hannover biete für die Siemens-Autozuliefersparte VDO gut zehn Milliarden Euro, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) unter Berufung auf gut informierte Kreise. Ein Continental-Sprecher wollte der Zeitung zufolge diese Informationen nicht kommentieren.

"Wenn jemand die Sparte komplett kaufen möchte und einen attraktiven Preis bietet, kann der Vorstand nicht anders als auch dies zu prüfen - schon im Interesse der Siemens-Aktionäre", sagte Cromme. In anderen Medienberichten war eine Summe von elf Milliarden Euro genannt worden - mehr als Siemens wohl bei einem Börsengang erlösen könnte.

Laut "FAS" sind die zehn Milliarden Euro ein indikatives Angebot. Nach Prüfung der Bücher könne ein anderer Kaufpreis herauskommen, hieß es weiter. Wegen großen strategischen Bedeutung einer Verbindung mit VDO könnte der Konzern aus Hannover bis zu zwei Milliarden Aufgeld bei einem Kauf der Siemens-Sparte zahlen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Analystenschätzungen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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