Strommarkt Eon und der weite Osten

Stromversorger Eon will nach Russland. Und zwei Milliarden Euro dort investieren. Eine entsprechende Gesellschaft habe man bereits vor Ort registrieren lassen.

Düsseldorf - Der Versorger Eon  will nach einem Pressebericht rund zwei Milliarden Euro in das russische Stromgeschäft investieren. Im Fokus stünden die Regionen Ural und Westsibirien, berichtete die "Welt" am Mittwoch unter Berufung auf Konzernkreise. Eon habe für sein Stromgeschäft in Russland den Namen "OOO E.on Russian Power" registrieren lassen.

Vorstandschef Wulf Bernotat hatte nach der gescheiterten Endesa-Übernahme seine Pläne für einen Einstieg in Russland bekräftigt. In dem Land stehen Teile der Stromindustrie zur Privatisierung an.

Das Düsseldorfer Unternehmen wolle am Donnerstag in der Erdölmetropole Tjumen die Gemeinschaftsfirma "E.ON-STS Energia" gründen, das unter anderem ein Gasturbinenkraftwerk bauen soll.

Außerdem will Eon dem Bericht zufolge bei zwei Auktionen von Sperrminoritäten für OGK-5 und TGK-10 mitbieten. An den Versorgern hält der staatlich kontrollierte Strommonopolist Unified Energy System (UES) die Mehrheit.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass andere Russland-Pläne von Eon angeblich ins Wanken kommen. Partner Gazprom , mit dem die Rheinländer Gasfelder hatten ausbeuten wollen, versucht offenbar bessere Konditionen herauszuschlagen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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