Deutsche Bahn Mehdorn auf Erfolgsschiene

Während Zugfahrten immer teurer werden, verkündet die Deutsche Bahn satte Gewinnsteigerungen - so auch für das erste Quartal 2007. Setzt sich diese Entwicklung fort, sollen beispielsweise Bahnhöfe früher modernisiert werden als geplant. Das Geschäft mit dem Güterverkehr läuft so gut, dass die Bahn zusätzliche Waggons anmieten muss.

Berlin - Die Deutsche Bahn ist auch dank des Rückenwinds durch die gute Konjunktur mit Zuwächsen ins Jahr gestartet. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 6,1 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, wie der bundeseigene Konzern am Dienstag in Berlin mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe bis Ende März die Vorjahreswerte deutlich übertroffen, sagte Finanzvorstand Diethelm Sack ohne nähere Angaben.

Wenn sich die positive Entwicklung bei Umsatz und Gewinn im Jahresverlauf fortsetze, könnten womöglich Investitionen etwa für die Bahnhofsmodernisierung vorgezogen werden. Im vergangenen Jahr hatte die Bahn mit 2,48 Milliarden Euro Ebit ein Rekordergebnis verbucht.

Kräftige Steigerungen in den ersten drei Monaten 2007 verzeichnete das weltweite Frachtgeschäft der Speditionstochter Schenker, deren Umsatz um 9 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro stieg. Im Güterverkehr auf der Schiene wuchsen die Erlöse um 4,6 Prozent. Mehr Transporte kamen dabei besonders wegen der guten Konjunktur der Stahlindustrie zustande. In Teilbereichen würden Waggons auf dem europäischen Markt gemietet, um Engpässen bei der Güterbahn Railion gegenzusteuern, hieß es. Die Fernzüge im Personenverkehr legten beim Umsatz um 3 Prozent zu.

Die Investitionen stiegen auch wegen des recht milden Wetters im ersten Quartal um 7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Davon floss ein Großteil in den Fahrweg mit 670 Millionen Euro (plus 28 Prozent). Sack bekräftigte das Interesse der Bahn an kleineren Zukäufen, vor allem in der weltweiten Logistik für die Elektro-, Chemie-, und Autoindustrie.

manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa