Arbeitsmarkt Sieben-Jahres-Rekord

Deutschlands Wirtschaft berappelt sich: Noch nie in diesem Jahrzehnt hatten so viele Menschen einen Arbeitsplatz in der Bundesrepublik. Zuletzt waren es eine halbe Million mehr als im Jahresvergleich - und es geht weiter voran. Besonders schnell im Dienstleistungsgewerbe.

Nürnberg - Die Zahl der Erwerbstätigen ist zum Jahresanfang so stark gestiegen wie seit sieben Jahren nicht mehr. Rund 39 Millionen Menschen arbeiteten im ersten Quartal in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr waren das gut eine halbe Million Bundesbürger oder 1,5 Prozent mehr.

"Der Personalaufbau erstreckte sich über weite Teile der Wirtschaft", hieß es. Als Grund für den Aufwärtstrend nannten die Statistiker neben dem Wirtschaftsboom das milde Wetter. Im Vergleich zum Jahresende 2006 gab es allerdings einen Rückgang, der mit 1,7 Prozent aber deutlich geringer ausfiel als für die Jahreszeit üblich. Saisonbereinigt gab es sogar ein Plus von 0,4 Prozent.

Den stärksten Zuwachs erzielte mit 1,7 Prozent zum Vorjahr abermals der Service-Bereich. Am Bau verstärkte sich das Plus von 1,0 auf 3,3 Prozent. In der Industrie gab es erstmals seit 2001 wieder mehr Beschäftigte. Das Plus betrug 0,5 Prozent.

Insgesamt gab es den Statistikern zufolge rund 34,6 Millionen Arbeitnehmer; 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. "Bemerkenswert ist, dass dieser Anstieg vom Aufbau voll sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung getragen wurde", hieß es.

Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sei im ersten Quartal 2007 um 54.000 oder 1,2 Prozent auf rund 4,4 Millionen gewachsen.

manager-magazin.de mit Material von ddp und reuters