RAG Zerschlagung offenbar vom Tisch

Die Zerschlagung der RAG ist offenbar vom Tisch. Union und SPD verständigten sich übereinstimmenden Berichten zufolge darauf, dass der Börsengang des Unternehmens nur im Gesamtverbund erfolgen soll.

Berlin - Eine Zerstückelung des RAG-Konzerns ist offensichtlich vom Tisch. Die Spitzen von Union und SPD verständigten sich am Montagabend übereinstimmenden Berichten zufolge darauf, den "weißen" Teil der RAG, zu der die Degussa, die Steag und der Immobilienbesitz zählen, plangemäß im Paket an die Börse zu bringen.

Die Unionsführung und das Kanzleramt hatten zuletzt auch eine Zerschlagung der RAG nicht ausgeschlossen, wenn dadurch mehr Geld erzielt werden könnte. Die SPD lehnte dies strikt ab.

Der Entwurf für das Steinkohlebeihilfegesetz soll dem Vernehmen nach noch im Sommer fertig gestellt werden, so dass das Gesetz noch in diesem Jahr verabschiedet werden kann. Die geplante Kohlestiftung soll die Erlöse aus dem für 2008 geplanten Börsengang der RAG verwalten und damit die so genannten Ewigkeitskosten des Bergbaus wie Bergschäden und Pensionen finanzieren.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ap