HypoVereinsbank Rasanter Jahresauftakt

Die HypoVereinsbank ist mit einem satten Gewinnplus ins neue Geschäftsjahr gestartet und hat ihr Nettoergebnis mehr als verdoppelt. Allerdings ist das Geldinstitut sich angesichts der vorgelegten Geschwindigkeit nicht sicher, ob es das Tempo auch halten kann.

Frankfurt am Main - Die HypoVereinsbank ist mit einem deutlichen Gewinnsprung in das Geschäftsjahr 2007 gestartet. So verbesserte sich das operative Ergebnis um rund 40 Prozent auf 1.050 Millionen Euro. Das Nettoergebnis hat sich sogar auf 793 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der zur italienischen Großbank Unicredit  gehörende Konzern steigerte die bereinigte Eigenkapitalrendite auf 20,8 Prozent, nach 14,3 Prozent im Vorjahr.

Die HVB Group führte das gute Ergebnis der ersten drei Monate 2007 vor allem auf den deutlichen Zuwachs bei den operativen Erträgen zurück. So verbesserte sich das Handelsergebnis um rund 18 Prozent auf 350 Millionen Euro und der Zinsüberschuss legte auf 1.141 (852) Millionen Euro zu. Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich dagegen leicht auf 955 (964) Millionen Euro.

Die in München ansässige Bank bestätigte nach dem Auftaktquartal ihr Ziel, im Gesamtjahr die Cost-Income-Ratio weiter deutlich zu senken. Bereits in den ersten drei Monaten konnte diese Kennziffer um 8,6 Prozentpunkte auf 47,6 Prozent gesenkt werden.

"Mit Blick auf unsere Jahresziele liegen wir auf Kurs, auch wenn wir nicht erwarten, dass sich die hohe Ergebnisdynamik in den kommenden Quartalen in vollem Umfang aufrecht erhalten lässt", sagte HVB-Vorstandssprecher Wolfgang Sprißler. Eine konkrete Prognose für das Jahr 2007 hatte die HVB nie genannt. Kommuniziert wurde lediglich das Ziel, bis 2008 eine Eigenkapitalrendite von 18 Prozent erreichen zu wollen.

Unterdessen wurden die Aktien des Geldinstituts am Donnerstag an der Deutschen Börse vom Handel ausgesetzt. Am Vorabend hatte die italienische Unicredit den Preis für den Ende Januar angekündigten Squeeze out bei der Tochter HypoVereinsbank auf 38,26 Euro je Aktie in bar festgelegt. Die Abfindung für die restlichen Aktionäre betrage damit insgesamt 1,398 Milliarden Euro. Der Squeeze out gilt für noch etwa 4,55 Prozent des gesamten HVB-Aktienkapitals.

manager-magazin.de mit Material von dow jones