ABN Amro Berufung gegen Verkaufsverbot

ABN Amro geht in die Berufung gegen das Verbot, ihre amerikanische Tochter LaSalle zu verkaufen. Ein Amsterdamer Gericht hatte das niederländische Geldhaus zuvor aufgefordert, den Verkauf seines US-Ablegers an die Bank of America zu stoppen.

Amsterdam - Die niederländische Bank ABN Amro  will Berufung gegen das richterliche Verbot für den Verkauf ihrer US-Tochter LaSalle an die Bank of America  einlegen. ABN sei davon überzeugt, dass der Verkauf im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre sei, erklärte die Bank am Mittwochabend.

Die Berufung werde beim obersten niederländischen Gericht eingereicht. Am Montag hatte ABN eine Offerte für LaSalle über 18 Milliarden Euro von einem Konsortium um die Royal Bank of Scotland (RBS)  abgelehnt. Der geplante LaSalle-Verkauf für etwa 15,5 Milliarden Euro steht im Zusammenhang mit der bereits vereinbarten Übernahme von ABN durch die britische Barclays-Bank  für etwa 65 Milliarden Euro.

Allerdings hat das RBS-Konsortium eine Konkurrenzofferte über 72 Milliarden Euro vorgelegt. ABN lehnt die RBS-Offerte trotz des höheren Wertes aber ab und verweist auf "Unsicherheiten und Risiken bei der Abwicklung". Die Bank of America hatte in der vergangenen Woche Klage gegen ABN eingereicht und erklärt, man habe einen gültigen Vertrag zum Kauf von LaSalle.

Der ABN-Amro-Führung war kurz zuvor von einem Gericht verboten worden, LaSalle ohne Zustimmung seiner Aktionäre zu verkaufen. ABN will nun auf einem außerordentlichen Aktionärstreffen seine Anteilseigner über die nächsten Schritten debattieren lassen.

manager-magazin.de mit Material von dpa, dow jones, reuters

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