Benzinpreis Fast auf Rekordhoch

Schlechte Nachrichten für alle Autofahrer: Der Liter Super kostet in Deutschland inzwischen 1,40 Euro. Damit liegt der Benzinpreis nur knapp unterhalb des Allzeithochs. Schuld an den Preissteigerungen ist offenbar vor allem der Benzin-Durst der USA.

Hamburg - Mit 1,40 Euro für einen Liter Superbenzin hat der Benzinpreis in Deutschland einen neuen Jahreshöchststand erreicht und liegt nur noch vier Cent unter dem Allzeithoch von September 2005.

Ein Sprecher des Marktführers Aral bestätigte am Freitag den Preisbericht des Hamburger Energiefachdienstes EID über den Super-Preis. Beim Diesel kostete der Liter laut Aral 1,16 Euro, währen der EID 1,18 Euro ermittelt hatte.

Laut EID hat eine hohe Nachfrage aus den USA nach Benzin insbesondere den Benzinpreis in Rotterdam in die Höhe getrieben. Aral bestätigte diese Sichtweise. Die Nachfrage aus den USA zeigte sich schon seit fünf oder sechs Jahren im Frühjahr, sagte ein Firmensprecher. Deshalb habe sich der Benzinpreis auch viel deutlicher bewegt als der Preis für Diesel.

Schon lange ist bekannt, dass es in den USA nicht genug Raffinerieleistung für den hohen Verbrauch gibt. Das fehlende Benzin wird auf dem Weltmarkt nachgekauft, vor allem in Europa. Vom Ölmarkt können die Autofahrer nicht auf Entlastung hoffen: Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl fiel an der New Yorker Rohstoffbörse am Freitag zwar um elf US-Cent, blieb aber mit 63,08 Dollar auf hohem Niveau. Am Donnerstag war der Preis noch um 49 Cent gefallen. Vorher hatten die USA angekündigt, Käufe von Rohöl für die strategische Reserve über den Sommer auszusetzen.

manager-magazin.de mit Material von ap

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