Siemens Auch Kleinfeld verkauft Aktien

Klaus Kleinfeld macht Kasse: Der scheidende Siemens-Chef verkauft Aktien im Wert von 6,3 Millionen Euro. Auch Personalvorstand Jürgen Radomski erlöst rund 2,7 Millionen Euro. Zu Wochenanfang hatten bereits drei weitere Vorstandsmitglieder Aktien im Wert von insgesamt mehr als sieben Millionen Euro zu Geld gemacht.

München - Vor seinem Abschied von Siemens  hat Vorstandschef Klaus Kleinfeld Aktien für gut 6,3 Millionen Euro verkauft. Der Manager trennte sich von Siemens-Anteilen, die aus einem Optionsprogramm aus dem Jahr 2001 stammten, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Personalvorstand Jürgen Radomski erlöste rund 2,7 Millionen Euro mit Aktienverkäufen aus dem gleichen Anlass. Der Vertrag von Radomski soll nach Informationen aus dem Umfeld des Aufsichtsrates nicht verlängert werden.

Anfang der Woche hatten bereits drei andere Siemens-Vorstandsmitglieder Anteilsscheine für mehr als sieben Millionen Euro verkauft. Der wegen der Korruptionsaffäre suspendierte Johannes Feldmayer erlöste rund 2,2 Millionen Euro, der für mehrere Konzerntöchter zuständige Rudi Lamprecht gut 3,1 Millionen Euro und Medizintechnik-Chef Erich Reinhardt knapp 1,8 Millionen Euro.

Kleinfeld hatte in der vergangenen Woche seinen Rücktritt angekündigt. Der Manager warf im Streit mit dem Aufsichtsrat hin, nachdem die Spitze des Gremiums seine Vertragsverlängerung verschieben wollte. Die Kontrolleure unter Führung von Gerhard Cromme hatte Bedenken, dass sich Kleinfeld womöglich doch noch im Korruptionsdickicht verstricken könnte.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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