Allianz Trennung vom Immobilienbesitz

Die Allianz will sich von einem großen Teil ihrer Immobilien trennen. Das bestätigte ein Sprecher gegenüber manager-magazin.de. Es dürfte sich dabei um den größten Verkauf von Büroimmobilien in Deutschland handeln. Auch konzerneigene Gebäude in Unterföhring und Frankfurt befinden sich offenbar im Angebot.

München - Der Versicherungskonzern Allianz  will einen Großteil seines Immobilienpakets in Deutschland abstoßen. Zwei große Pakete stehen zum Verkauf, bestätigte ein Sprecher der Allianz Immobilien einen Zeitungsartikel gegenüber manager-magazin.de.

"Das Übergewicht in Deutschland soll durch diese Maßnahme abgebaut werden", so der Sprecher. In einem Paket sollen selbst genutzte Bürogebäude verkauft und dann zu einem Großteil wieder zurückgemietet werden. Das zweite Paket umfasst kleinere Bürogebäude in ganz Deutschland.

Zum genauen Wert der beiden Immobilienpakete wollte sich der Sprecher allerdings nicht äußern. In dem Artikel der "Financial Times Deutschland" wurde ein Wert von insgesamt etwa 3,5 Milliarden Euro genannt - das wäre der größte Verkauf von Büroimmobilien in Deutschland auf einen Schlag.

Die Allianz verwalte derzeit über sein Stuttgarter Tochterunternehmen Allianz Immobilien Gebäude und Grundstücke im Verkehrswert von etwa 7,5 Milliarden Euro, hieß es weiter. Etwa 85 Prozent davon liegen den Angaben zufolge in Deutschland.

Betroffen dürfte neben der Verwaltung in Unterföhring auch das erst im Jahr 2002 errichtete Allianz-Gebäude in Frankfurt am Main sein. Durch massive Stellenstreichungen ist der moderne Bürokomplex in Zukunft nicht mehr voll ausgelastet - ein Verkauf und die teilweise Zurückmietung von Büroflächen bietet sich daher für den Versicherungskonzern an.

manager-magazin.de

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