Telekom-HV Große Mehrheit für Vorstand

An den Stimmergebnissen gemessen, war die Hauptversammlung ein voller Erfolg für die Telekom-Spitze. Allerdings erntete Konzernchef René Obermann harte Kritik von Beschäftigten. Ein drohender Streik könnte heute die T-Aktie belasten.

Köln - Die Aktionäre der Deutschen Telekom haben auf der Hauptversammlung am späten Donnerstagabend Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit entlastet. Die Zustimmung liege bei rund 99 Prozent, teilte die Gesellschaft in Köln mit. Gebilligt wurde zudem die Ausschüttung einer Dividende von 0,72 Euro je Aktie.

Auf dem Aktionärstreffen hatte Vorstandschef René Obermann die umstrittene Auslagerung von rund 50.000 Mitarbeitern in den neuen Bereich T-Service verteidigt. Nachdem die Verhandlungen zwischen Telekom und der Gewerkschaft Verdi über den Stellenumbau in der vergangenen Woche ergebnislos abgebrochen worden waren, droht nun der größte Arbeitskonflikt seit Privatisierung des Unternehmens vor zwölf Jahren. Die Gewerkschaft verlangt einen tariflichen Auslagerungsschutz für die betroffenen Mitarbeiter. An diesem Freitag soll die Große Tarifkommission der Gewerkschaft die Urabstimmung über Durchführung von Streiks beschließen.

Kritik erntete der Telekom-Chef auf der Hauptversammlung vor allem von Belegschaftsaktionären, die ein Ende der Einschnitte bei den Mitarbeiterkonditionen forderten.

Die Aktien der Deutschen Telekom  stehen vor der Urabstimmung über Streiks im Fokus. Die T-Aktie wird zudem ex Dividende gehandelt.

manager-magazin.de mit Material von dpa und dpa-afx

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