Starker Euro Bosch wird langsamer wachsen

Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch rechnet für das laufende Jahr mit einem schwächeren Wachstum. Vor allem der starke Euro werde das Geschäft belasten, heißt es. Im Geschäftsjahr 2006 fiel der Gewinn bei steigenden Umsätzen leicht zurück.

Stuttgart - Beim weltgrößten Autozulieferer Bosch werden die schwache Nachfrage nach Automobiltechnik und die Aufwertung des Euro in diesem Jahr für eine verhaltenere Geschäftsentwicklung sorgen.

Der Umsatzanstieg in den ersten drei Monaten sei gedämpft gewesen, teilte Bosch am Mittwoch in Stuttgart mit, ohne Zahlen zu nennen. Der Preisdruck in der Automobilindustrie sowie der erhöhte Wechselkurs des Euro zu Dollar und Yen werde 2007 nur ein um Währungseffekte bereinigtes Umsatzplus von 5 Prozent zulassen.

Im gleichen Tempo müsste auch der Gewinn zulegen, damit der Konzern wie geplant wieder eine Umsatzrendite von 7 Prozent vor Steuern erreichen kann. "Dieses Ergebnis müssen wir uns allerdings hart erarbeiten", mahnte Bosch-Chef Franz Fehrenbach und kündigte Kostensenkungen in allen Bereichen an.

Im abgelaufenen Jahr kletterte der Umsatz des Konzerns um 5,4 Prozent auf 43,7 Milliarden Euro, wobei Wechselkurseffekte noch keine Rolle spielten. Seinen Vorsprung vor dem insolventen US-Autozulieferer Delphi  baute das im Stiftungsbesitz befindliche Traditionsunternehmen damit aus. Gut ein Drittel der Konzernerlöse wurden außerhalb Europas erzielt. Knapp zwei Drittel des Umsatzes stammen aus dem Automobilzuliefergeschäft, dessen Marge deutlich unter der Rentabilität der beiden übrigen Geschäftsfelder Gebrauchsgüter und Industrietechnik lag.

Der Gewinn vor Steuern schrumpfte 2006 um 3 Prozent auf 3,08 Milliarden Euro. Der selbst gesteckte Zielkorridor bei der Vorsteuerrendite von 7 bis 8 Prozent wurde mit 7,1 Prozent knapp erreicht. Nach Steuern verblieben Bosch auf Grund einer höheren Abgabenquote 2,17 Milliarden Euro in der Kasse, 11 Prozent weniger als 2005.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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