Boots-Übernahme KKR gewinnt Poker

Die US-Beteiligungsgesellschaft KKR hat das milliardenschwere Ringen um die größte britische Apothekenkette Alliance Boots für sich entschieden. Der britische Finanzinvestor Terra Firma zog am Dienstag seine Offerte zurück, nachdem das Konsortium um KKR sein Angebot auf mehr als 16,2 Milliarden Euro erhöht hatte.

London - Die US-Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts  geht als Sieger aus dem milliardenschwere Ringen um die größte britische Apothekenkette Alliance Boots. KKR-Konkurrent Terra Firma erklärte am Dienstag, seine Übernahmepläne aufzugeben.

KKR hatte zuvor seine Übernahmeofferte auf 16,2 Milliarden Euro (11 Milliarden Pfund) oder 11,39 Pfund je Aktie aufgestockt und sich Kreisen zufolge zudem gleichzeitig knapp 30 Prozent der Boots-Aktien gesichert. Die Akquisition wäre der bislang größte Firmenkauf in Europa durch einen Finanzinvestor.

Boots bezeichnete das erhöhte KKR-Angebot in einer Reaktion am Dienstag als vernünftig und fair und kündigte an, ihren Aktionären die Annahme der Offerte empfehlen zu wollen. Das Angebot des US-Finanzinvestors und des Managers Stefan Pessina hatte das letzte Angebot von Terra Firma und der größten britischen Hypothekenbank HBOS um rund eine halbe Milliarde Euro übertroffen.

Am vergangenen Freitag war der Bieterstreit um Alliance Boots in eine weitere Runde gegangen. Nachdem die Private-Equity-Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Pessina ein verbessertes Angebot vorgelegt haben, konterten die Wettbewerber um Terra Firma und die größte britische Hypothekenbank HBOS  mit einer höheren Offerte.

Der italienische Milliardär Pessina, der auch stellvertretender Verwaltungsrats-Chef bei Alliance Boots ist, hielt bereits 15,05 Prozent an der britischen Drogerie- und Apothekenkette.

Alliance Boots war im Juli vergangenen Jahres aus der Fusion des Einzelhändlers Boots mit dem Pharmagroßhändler Alliance Unichem hervorgegangen. Zwischenzeitlich war auch dem deutschen Pharmahändler Celesio  Interesse an den Briten nachgesagt worden.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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