Zigarettenkonsum Ungezügelte Rauchlust

Aller Gesundheitsgefahren zum Trotz lassen sich die deutschen Verbraucher die Lust am Rauchen offenbar nicht nehmen. Sie gaben im ersten Quartal 2007 deutlich mehr Geld für Zigaretten und Tabakwaren aus als noch im Vorjahr.

Wiesbaden - Deutschlands Raucher haben trotz der Debatten um Rauchverbote und Gesundheitsgefahren im ersten Quartal 2007 deutlich mehr Zigaretten gekauft als ein Jahr zuvor. Die Menge stieg um 6,8 Prozent auf 24 Milliarden Stück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

Das entspricht einem versteuerten Verkaufswert von 5,3 Milliarden Euro. Insgesamt wurden von Januar bis Ende März 2007 Tabakwaren im Wert von 6,2 Milliarden Euro versteuert ein Plus von 3,9 Prozent binnen Jahresfrist.

Deutliche Zuwächse gab es den Angaben zufolge bei Zigaretten, Zigarillos und Zigarren sowie Pfeifentabak. Die abgesetzte Menge Zigaretten lag laut Statistik im ersten Quartal mit 24 Milliarden Stück um 6,8 Prozent über der des Vorjahresquartals.

Noch stärker, um mehr als 46 Prozent auf 1,5 Milliarden Stück, sei der Absatz von Zigarren und Zigarillos gestiegen. Pfeifentabak habe ein Absatzplus von 23,1 Prozent auf rund 232 Tonnen verzeichnet.

Die Menge des versteuerten Feinschnitts sei dagegen im ersten Quartal 2007 um 15,0 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal auf 6388 Tonnen zurückgegangen. Der gesunkene Absatz beim Feinschnitt sei vor allem auf das steuerliche Aus für den vorportionierten Feinschnitt, die so genannten Sticks, seit dem 1. April 2006 zurückzuführen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und ddp