Konkurrenzkampf Tui erwägt Fernflüge

Bislang zählt der Tui-Konzern zu den besten Kunden von Air Berlin. Doch jetzt stehen die Zeichen auf Sturm. Tui-Lenker Michael Frenzel prüft den Einstieg in das Geschäft mit Fernflügen - aus Furcht vor einer übermächtigen Air Berlin.

Hamburg - Der Reisekonzern Tui  erwägt in Deutschland den Einstieg in das Fernfluggeschäft. Bisher fliegt Tui von Deutschland aus nur deutsche und europäische Ziele an.

Künftig könnten auch touristische Fernziele, etwa in der Karibik, mit eigenen Flugzeugen angesteuert werden. Von entsprechenden Vorstellungen bei Tui berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (20. April) am Kiosk erhältlich ist.

Hintergrund der Überlegungen ist die fortschreitende Konzentration am Ferienflugmarkt. Vor wenigen Wochen übernahm Air Berlin  die Düsseldorfer LTU und knüpfte eine Kooperation mit der Charterlinie Condor. Tui nutzt sowohl LTU als auch Condor, um eigene Kunden an weit entfernte Urlaubsziele zu befördern.

Bei dem Hannoveraner Konzern wächst nun offenbar die Sorge, mit dem Einfluss von Air Berlin auf LTU und Condor könne sich der Markt zulasten von Tui verengen. Tui könnte bei einem Einstieg ins Geschäft mit Fernflügen auf eigene Erfahrungen in Nachbarländern bauen, wo das Unternehmen bereits Fernziele anfliegt.

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