Opel Bochum bangt um weitere Jobs

Für die Produktion des Astra muss das Bochumer Opel-Werk einem Bericht zufolge insgesamt 1700 Stellen abbauen - 750 mehr als ursprünglich vorgesehen. Kündigungen soll es aber offenbar nicht geben. Opel-Mutter General Motors bestreitet, im großen Stil Stellen abbauen zu wollen.

Düsseldorf - Im Gegenzug für den Zuschlag zur Produktion des neuen Astra soll das Bochumer Opel-Werk einem Zeitungsbericht zufolge insgesamt 1700 Stellen abbauen.

Der Bochumer Betriebsrats-Chef Rainer Einenkel sagte der "Rheinischen Post" (RP - Mittwochausgabe), dass nach Vorstellungen des Managements zu den aus früheren Vereinbarungen bekannten 950 Stellen in Bochum bis 2010 noch einmal 750 zusätzliche Arbeitsplätze wegfallen sollen. Kündigungen schloss er wegen des nach wie vor gültigen Zukunftsvertrags aus.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise weiter berichtet, soll der Abbau erfolgen, indem Randgeschäfte an Drittunternehmen verkauft werden.

Im Gespräch sei die Bochumer Cockpit-Produktion und Teile der Logistik. "Wenn die Opelaner die Chance bekommen, in der neuen Firma zu den alten Opel-Konditionen weiterzuarbeiten, kann ich mir das vorstellen", sagte Einenkel zu diesem Modell.

Die Opel-Mutter General Motors (GM) betont hingegen, im Bochumer Opel-Werk nicht im großen Stil Stellen abbauen zu wollen. Nach der Produktionszusage für den Bau der neuen Astra-Generation ab 2010 werde GM nun Verhandlungen mit den Betriebsräten über die Umsetzung führen, sagte ein GM-Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. "Eine Anzahl von Stellenstreichungen ist bisher nicht vereinbart." Die vom Betriebsrat genannte Zahl der 1700 Stellen "ist uns vollkommen unbekannt", sagte der Konzernsprecher.

manager-magazin.de mit Material von vwd und ap und dpa