Astra, Kadett, Zafira Bochum und die Erfolgsmodelle

Der Kompaktwagen Astra ist der Bestseller von Opel. 530.000 Wagen des Golf-Konkurrenten wurden im vergangenen Jahr verkauft. Vier Werke sind an der Produktion beteiligt, darunter auch das Werk Bochum.

Bochum - Im derzeit laufenden Auswahlprozess für die Produktion der nächsten Astra-Generation geht es daher um den größten Fertigungsauftrag der Opel-Mutter General Motors (GM) in Europa. Derzeit wird das Volumenmodell an vier europäischen Standorten von 14 400 Mitarbeitern gebaut.

Rund ein Viertel des Volumens wird in Bochum produziert. Dort arbeiten 4900 Mitarbeiter in der Produktion des Astra, des Astra Caravan (Kombi) sowie des Kompakt-Vans Zafira. Das Bochumer Werk baut seit jeher die beliebten Modelle aus der Konzernreihe. Vor dem Astra war es der Kadett. Mit ihm wurde in Bochum viel Geld verdient.

2006 liefen 110.000 Zafira und 125.000 Astra vom Band. Beschäftigt waren vergangenes Jahr 7400 Opelaner in Bochum. Jetzt sind es noch 6800. 350 gehen im Zuge des Zukunftsvertrages 2010 noch in eine Transfergesellschaft. Auf die Automontage entfielen zuletzt 4900 Beschäftigte. Durch technische Verbesserungen mit der neuen Astra- Plattform soll später Personal eingespart werden. Neben der Pkw- Montage wird in der Instandhaltung und im Teile-Presswerk, im Achswerk und in der Getriebefertigung gearbeitet.

Antwerpen geht leer aus

Im belgischen Opel-Werk Antwerpen bauen derzeit noch 4500 Arbeiter den Astra sowie das Cabrio Astra TwinTop. Dort rollen auch die Astra-Modelle für den geplanten Export in die USA vom Band. Vom Jahresende an wird der Astra unter dem Namen der GM-Marke Saturn in den USA verkauft werden. Davon erhofft sich Opel eine Steigerung des Absatzes.

Weitere Astra-Produktionsstandorte sind derzeit das polnische Gliwice (2800 Mitarbeiter) sowie das Werk der Opel-Schwester Vauxhall in Ellesmere Port/England, wo 2200 Mitarbeiter den Astra sowie den Astra Van bauen.

Als Standort für die neue Generation des Astra, der 2010 auf den Markt kommend wird, hatten sich fünf Werke beworben. Neben den vier bisherigen Produktionsstandorten konkurrierte auch das Werk der schwedischen GM-Tochter Saab in Trollhättan um den Zuschlag. Antwerpen soll nun beim Modellwechsel andere Wagen aus der GM-Reihe bauen.

manager-magazin.de mit Material von dpa