Continental Reifen für Russland

Continental übernimmt 51 Prozent des slowakischen Reifenherstellers Matador. Der Autozulieferer will damit seine Stellung in Osteuropa stärken. Die Kosten für den Zukauf sollen sich in dreistelliger Millionenhöhe bewegen.

Hannover - Der Autozulieferer Continental  übernimmt die Mehrheit an der Reifen- und Transportbandsparte seines slowakischen Joint-Venture-Partners Matador. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mit.

Über den Kaufpreis für die 51 Prozent der Anteile wurde Stillschweigen vereinbart. Branchenkreisen zufolge soll sich Conti die Anteilsmehrheit einen Betrag im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich kosten lassen. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen.

2006 erwirtschaftete die Matador Group, zu der außerdem noch eine Autozuliefersparte gehört, mit 4770 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 450 Millionen Euro. Conti und Matador betreiben bereits seit 1998 ein gemeinsames Werk zur Produktion von Lkw-Reifen im slowakischen Puchov, an dem Conti zu 76 Prozent beteiligt ist.

Conti will mit der Übernahme seine operative Basis in den osteuropäischen Märkten stärken und die Produktionskapazitäten für Pkw-Reifen in Niedriglohnländern ausbauen. "Mit dieser strategischen Allianz werden wir die Qualität und das Volumen der Matador-Reifenfertigung weiter steigern, neue Märkte eröffnen und den Wert der Marke Matador erhöhen", sagte Continental-Chef Manfred Wennemer. Durch Bündelung der Kräfte und Erfahrungen werde die Marktposition in Mittel- und Osteuropa verbessert.

Neue Absatzmöglichkeiten würden zudem vor allem in Russland geschaffen, wo Conti auch das Matador-Werk in Omsk übernehme, kündigte Wennemer an. Zugleich würden die Kapazitäten für die Herstellung von Pkw-Reifen ausgebaut: "Operativ beabsichtigen wir, Matador in unser Markenportfolio einzubinden und in eine Erweiterung der Produktionskapazitäten von aktuell 5,5 Millionen auf mehr als sieben Millionen Pkw-Reifen pro Jahr zu investieren."

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa