Citigroup 17.000 Mitarbeiter müssen gehen

Die Citigroup hat im abgelaufenen Quartal ihren Gewinn lediglich um 3,2 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar gesteigert. Viel zu wenig, meinen Großaktionäre wie der saudische Prinz Alwaleed. Sie fordern "drakonische" Sparmaßnahmen, die der US-Bankenriese nun umsetzt.

New York - Die Citigroup will sich neu strukturieren und sich von 17.000 Mitarbeitern trennen. Damit sollen die Kosten massiv reduziert und dem Aktienkurs der weltgrößten Bank, der der Kursentwicklung der Konkurrenz deutlich hinterherhinkt, auf die Sprünge geholfen werden.

Wie das US-Finanzinstitut am Mittwoch mitteilte, führen die Sparpläne im ersten Quartal zu Vorsteuer-Sonderbelastungen in Höhe von 1,38 Milliarden Dollar. Die erwarteten Einsparungen bezifferte die Citigroup mit 2,1 Milliarden Dollar in diesem Jahr.

Im Jahr 2008 sollen 3,7 Milliarden Dollar und im Jahr 2009 4,6 Milliarden Dollar eingespart werden. Bei der Citigroup arbeiten 327.000 Menschen.

"Drakonische" Einschnitte gefordert

Großaktionäre fordern die Bank angesichts der vergleichsweise schwachen Kursentwicklung des Papiers seit längerem zur Senkung ihrer Betriebskosten von 52 Milliarden Dollar auf, um den Gewinn zu steigern. Die Bank habe die Kosten nicht im Griff, hieß es: Der saudische Prinz Alwaleed bin Talal forderte als größter Einzelaktionär im Juli "drakonische" Einschnitte bei den Kosten. Die jetzt anstehenden Kürzungen sind das Ergebnis einer viermonatigen internen Kostenprüfung.

Die amerikanische Großbank meldete für das vierte Quartal einen Gewinnanstieg von 3,2 Prozent auf 5,13 Milliarden Dollar. Konkurrenten wie die Bank of Amerika haben die Citigroup sowohl bei der Gewinnentwicklung wie auch bei der Entwicklung des Aktienkurses überholt.

manager-magazin.de mit Material von reuters