Sal. Oppenheim Privatbank zieht es nach Luxemburg

Sal. Oppenheim ist seit mehr als 200 Jahren in Köln ansässig. Nun verlegt die Privatbank ihren Hauptsitz nach Luxemburg, um das europäische Konzernwachstum zu erleichtern. Steuerliche Aspekte sollen dabei keine Rolle spielen.

Köln - Europas größte Privatbank Sal. Oppenheim verlagert ihren Hauptsitz nach Luxemburg. "Von diesem internationalen Finanzplatz aus kann die geplante Expansion in Europa einfacher gestaltet werden", so ein Sprecher der Bank gegenüber manager-magazin.de.

Die in Luxemburg bereits ansässige eigene Holding und die eigene Bankfiliale sollen verschmolzen werden und den neuen Hauptsitz bilden. Luxemburg ist nach den USA der größte Fonds-Standort der Welt.

"Die Verlagerung des Hauptsitzes ist für uns steuerlich neutral", so der Sprecher. Die Konzernbilanz werde künftig allerdings in Luxemburg statt in Köln konsolidiert.

Nur wenige Mitarbeiter seien von der Verlagerung betroffen: "Für unseren Standort Deutschland ändert sich nichts. Hier werden wir weiter ausbauen." Allein für Köln sind laut Angaben des Sprechers 400 neue Arbeitsplätze geplant. Erst kürzlich wurden zu diesem Zweck für einen zweistelligen Millionenbetrag neue Immobilien erworben.

Insgesamt beschäftigt das im Jahr 1789 in Bonn gegründete Bankhaus etwa 3500 Mitarbeiter. Nach dem Kauf der BHF-Bank erzielte Sal. Oppenheim nach den jüngsten Zahlen für 2005 das beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte.

manager-magazin.de mit Material von dpa