Bundesrat Rente mit 67 beschlossen

Auch der Bundesrat hat der Rente mit 67 zugestimmt. Die Länderkammer billigte die zuvor schon von Union und SPD im Bundestag beschlossene Anhebung des Eintrittsalters für die volle Rente von 65 auf 67 Jahre. Dies soll schrittweise zwischen 2012 und 2029 geschehen.

Berlin - Arbeitnehmer in Deutschland können ab 2012 erst später in Rente gehen. Der Bundesrat stimmte am Freitag in Berlin dem Bundestagsbeschluss zur schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre zu. Wer 45 Jahre in die Rentenkassen eingezahlt hat, soll aber weiter ohne Abschläge mit 65 Jahren in Rente gehen können.

Auch das Gesetz zur Verbesserung der Jobchancen Älterer billigte die Länderkammer. Geplant sind vor allem Kombilöhne für Beschäftigte und Eingliederungszuschüsse für Unternehmen. Bundessozialminister Franz Müntefering (SPD) verteidigte in der Debatte die Anhebung des Renteneintrittsalters als "sinnvoll und auch generationengerecht". Er verwies darauf, dass die Menschen immer länger Rente beziehen und später in den Beruf einsteigen.

Während 1960 noch acht Beschäftigte auf einen Rentner gekommen seien, stünden derzeit 3,2 Beschäftigte einem Rentner gegenüber. 2030 kämen 1,9 Beschäftigte auf einen Rentner. "Man kann das ignorieren - vernünftig wäre das nicht", fügte Müntefering hinzu.

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte, die Neuregelung sei in ihren "Folgewirkungen akzeptabel" und sozial ausgewogen. Zugleich warb er für verstärkte Angebote von Teilzeitbeschäftigungen für Ältere. Ein gleitender Übergang in den Ruhestand sei besser als ein "fallbeilartiges Ausscheiden".

manager-magazin.de mit Material von ddp