Commerzbank Ziele bestätigt

Die Commerzbank legt ihre Zahlen vor und bestätigt ihre Ziele. 15 Prozent Eigenkapitalrendite sollen es bis 2010 sein. Und Bankchef Klaus-Peter Müller erhält eine höhere Vergütung.

Frankfurt am Main - Trotz der jüngsten Turbulenzen an den Kapitalmärkten gibt sich die Commerzbank  weiter optimistisch. "Wir fühlen uns für die Herausforderungen der Zukunft rundum gut gerüstet", erklärte Bankchef Klaus-Peter Müller in dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht. Er sei zuversichtlich, den Abstand der Eigenkapitalrendite der Commerzbank zu der anderer Institute in den nächsten Jahren verringern zu können.

Müller bekräftigte die kürzlich für dieses Jahr angehobenen Geschäftsprognosen. Demnach soll die Eigenkapitalrendite nach Steuern auf mehr als 12 Prozent zulegen. 2006 lag sie bei gut 11 Prozent. Die Zielmarke lag bei 10 Prozent. Doch es soll weiter gehen. Das Ziel für 2007 ist laut Müller "Durchgangsstation" auf dem Weg zu einer dauerhaften Nettorendite von 15 Prozent, die bis zum Jahr 2010 erreicht werden soll.

Müller erläuterte weiter, dass sich die Commerzbank zwar mit dem Thema Akquisitionen beschäftige. Allerdings müssten mögliche Zukäufe strategisch sinnvoll und betriebswirtschaftlich vertretbar sein, schränkte er ein. Falls diese Kriterien nicht erfüllt seien, verzichte die Frankfurter Bank auf ein Engagement. Die Commerzbank soll unter den Bietern für die zum Verkauf stehende Landesbank Berlin Holding sein.

Die Bank hatte im vergangenen Jahr vom Aufschwung an den Börsen profitiert und einen Rekordgewinn von 1,60 Milliarden Euro ausgewiesen.

Entsprechend hat Commerzbank-Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller für 2006 eine höhere Vergütung erhalten als für das Vorjahr. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht, verdiente Müller im abgelaufenen Geschäftsjahr 4,476 Millionen Euro. Für 2005 waren 3,126 Millionen Euro an Müller überwiesen worden. Trotz dieser Gehaltserhöhung verdient der Commerzbank-Chef nur etwa ein Drittel dessen, was Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bekommt. Der Schweizer hat im vergangenen Jahr rund 13,2 Millionen Euro von der Deutschen Bank  bekommen.

Der gesamte Vorstand der Commerzbank verdiente 2006 23,612 Millionen Euro nach 15,692 Millionen im Vorjahr.

manager-magazin.de mit Material von ddp, reuters und vwd

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