Umstrukturierung Aus IWKA wird Kuka

Nach monatelangen Verhandlungen verkauft der Anlagenbauer IWKA seine Sparte Verpackungstechnik an den Finanzinvestor Odewald & Compagnie. Zudem soll der Firmenname geändert werden.

Karlsruhe/Augsburg - Der Karlsruher Maschinen- und Anlagenhersteller IWKA  trennt sich von seiner Sparte Verpackungstechnik und gibt sich einen neuen Namen. Die Sparte soll an einen Fonds der Berliner Beteiligungsgesellschaft Odewald & Compagnie verkauft werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Firmenname soll von "IWKA Aktiengesellschaft" in "KUKA Aktiengesellschaft" geändert wird. Kuka heißt die IWKA- Industrierobotersparte. Die Namensänderung soll von der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai per Satzungsänderung beschlossen werden.

Der Verkauf der Verpackungstechnik führe zu einem Buchgewinn, so dass für das Geschäftsjahr 2007 für den IWKA-Konzern ein Ergebnisbeitrag aus nicht fortgeführten Geschäftsfeldern von mindestens 50 Millionen Euro erwartet wird.

Der Verkauf erfolge auf der Basis eines Unternehmenswertes des Geschäftsbereichs von etwa 240 Millionen Euro. Zusätzlich wird auch ein in dem Bereich genutztes Grundstück für 17 Millionen Euro verkauft. Damit ergebe sich ein Gesamtvolumen der Transaktion von etwa 255 Millionen Euro. Sie steht noch unter dem Vorbehalt einer Genehmigung durch die Kartellbehörden.

Der Geschäftsbereich Verpackungstechnik umfasst mehr als 20 Gesellschaften in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien mit einem Umsatz im Jahr 2006 von über 400 Millionen Euro und über 2500 Mitarbeitern.

Das "Handelsblatt" hatte am Dienstag berichtet, die Mitarbeitervertreter im Aufsichtsrat seien geschlossen gegen einen Verkauf an Odewald & Compagnie und bevorzugten den italienischen Konkurrenten Coesia.

Die Aktie von IWKA  hat nach dem Verkauf die Verluste deutlich eindämmen können und zuletzt noch 0,62 Prozent auf 24,15 Euro nachgegeben. Zwischenzeitlich befreite sich die Aktie auf einem Tageshoch bei 24,60 Euro sogar kurzfristig aus der Verlustzone. Der Veräußerungspreis lag nach Angaben von Händlern mit 255 Millionen Euro einschließlich der Veräußerung eines Grundstücks am oberen Ende der Erwartungen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und dpa-afx

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