Tui Zentrale soll schrumpfen

Die Fusion von Tuis Reisesparte mit dem britischen Konkurrenten First Choice kostet auch in Deutschland Arbeitsplätze. Tui-Chef Michael Frenzel kündigte einen Jobabbau in der Hannoveraner Konzernzentrale an. Die Kosten seien zu hoch.

Berlin - Der Reisekonzern Tui  will nach der Fusion mit dem britischen Veranstalter First Choice  Arbeitsplätze in seiner Konzernzentrale abbauen. "Es wird Schnitte geben. Die Kostenstrukturen, die wir derzeit in der Zentrale haben, sind nicht durchzuhalten", sagte Tui-Vorstandschef Michael Frenzel der "Welt am Sonntag".

Derzeit sind dem Bericht zufolge in der Tui-Holding noch rund 450 Mitarbeiter beschäftigt. Diese sollen künftig vor allem die Finanzierung und übergreifende Managementaufgaben wie etwa Sicherungsgeschäfte für die Tochterunternehmen übernehmen. Wie viele Mitarbeiter gehen müssen, ist noch offen. "Wir rechnen noch. Eine genaue Zahl zu nennen, wäre gegenüber den Mitarbeitern unfair", sagte Frenzel.

Einen Börsengang weiterer Unternehmensteile schloss Frenzel vorerst aus. "Allerdings lässt uns die neue Struktur der Tui-Holding viele Optionen", sagte der Tui-Chef. Selbstverständlich müsse man dem Markt auch in Zukunft beweisen, dass die Tui mit ihren drei Geschäftsbereichen eine Berechtigung habe und nicht die Einzelteile mehr wert seien als der Konzern als Ganzes.

Tui hatte in der vergangenen Woche den Zusammenschluss seines Reisegeschäfts mit dem hochprofitablen britischen Konkurrenten First Choice bekannt gegeben. An dem neuen börsennotierten Unternehmen Tui Travel PLC soll Tui 51 Prozent halten, die bisherigen Aktionäre von First Choice kommen auf 49 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von ap