Mittwoch, 20. November 2019

Kühne + Nagel In der Hafencity verankert

Die Hafencity ist ein ambitioniertes Projekt. Doch außer Matsch und Baulärm gab es bisher wenig zu entdecken. Nun hat der Logistikkonzern Kühne + Nagel seine Deutschland-Zentrale in Hamburg eröffnet. manager-magazin.de sah sich in dem Prestigebau am Wasser um.

Hamburg - Arbeiten kann man hier nicht. Zumindest nicht sofort. Im elften Stock breitet sich das Panorama Hamburgs in voller Schönheit aus: Die Speicherstadt, das Rathaus, der Michel und der weite Blick über den Hafen bis hin zur Köhlbrandbrücke fesseln den Betrachter. Anhand von Sonne und Wolkenformationen glaubt er, aus den fast sechs Meter hohen Fenstern schauend, das Wetter der nächsten Stunden vorhersagen zu können.

Es raubt dem Besucher also den Atem, wenn er erstmals den Konferenzraum der neuen Deutschland-Zentrale von Kühne + Nagel betritt. Dabei sieht das Gebäude von außen gar nicht so spektakulär aus. Auffällig ist nur, dass es offensichtlich belebt ist, während drumherum Bagger und Kräne noch das Bild einer Großbaustelle bieten. Doch schon im Dezember haben 700 Mitarbeiter des Logistikkonzerns den Neubau bezogen, im März folgte nun die offizielle Eröffnung.

32 Millionen Euro investiert: Die Deutschland-Zentrale des Konzerns Kühne + Nagel
Bernadette Grimmenstein
32 Millionen Euro investiert: Die Deutschland-Zentrale des Konzerns Kühne + Nagel
"Wir gehören hier zu den Pionieren. Die frühe Entscheidung, in die Hafencity zu gehen, wird nun belohnt", berichtet Konzernchef Klaus-Michael Kühne. Wie zum Beweis regiert der von einem Rad gerahmte Anker, das meterhoch an der Gebäudespitze angebrachte Firmenlogo von Kühne + Nagel, einsam über der Hafencity.

Das wird auch noch eine Weile so bleiben. Nebenan auf dem Strandkai soll das neue Unilever-Haus Akzente setzen, in einiger Entfernung wird die Elbphilharmonie als neues Wahrzeichen der Hansestadt über dem Hafen strahlen. Doch bis dahin ragt Kühne + Nagel heraus, auch wenn die Mitarbeiter dafür in den nächsten Monaten und Jahren viel Baulärm und Staub ertragen müssen.

Schon länger fertiggestellt ist das kleinere Schulungszentrum des Softwarekonzerns SAP, vereinzelt buhlen bereits Restaurants um Kundschaft. Doch über viele leere Grundstücke und Bauten in der Nachbarschaft herrscht selbst bei Kühne + Nagel noch Unklarheit: "Wir sind gespannt, was hier noch alles entsteht", so der in Hamburg geborene Unternehmer, dessen Hauptsitz sich in der Schweiz befindet.

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