Tui/First Choice Ein Fall für die BaFin?

Die geplante Fusion der Tui-Reisesparte mit dem britischen Touristikkonzern First Choice ist ins Visier der Finanzaufsicht geraten. Die BaFin prüft offenbar, ob Tui die Fusionspläne zu spät bekannt gegeben hat.

Düsseldorf - Am Montag erklärte Tui in einer Adhoc-Mitteilung, sein Reisegeschäft mit dem britischen Konkurrenten First Choice verschmelzen zu wollen. Doch bereits am Sonntag hatte es entsprechende Medienberichte gegeben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nimmt deshalb einem Pressebericht zufolge den Touristikkonzern Tui  unter die Lupe.

Die Behörde untersuche, ob Tui die Fusion zu spät bekannt gegeben und damit gegen die Adhoc-Pflicht des Wertpapierhandelsgesetzes verstoßen habe, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine BaFin-Sprecherin. Im Extremfall droht Tui dem Bericht zufolge eine Geldbuße von bis zu einer Million Euro.

"Wir werden uns den Vorgang anschauen", hatte eine BaFin-Sprecherin bereits am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires gesagt. Ein Tui-Sprecher wollte gegenüber manager-magazin.de keinen Kommentar abgeben. Die BaFin war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und dow jones newswires